Donnerstag, 31. Juli 2014

Dankbarkeit...

... heute möchte ich euch mal aus meinem Arbeitsalltag eine kleine feine Anekdote berichten!

Ich bin als Fußpflege dann das Eine oder Andere Mal auch unterwegs bei meinen Leutchens. Die meisten meiner Kunden sind schon etwas älter, so auch meine Kundin, um die es hier gehen wird. Sie ist 77 und eine niedliche und sehr tolle Dame.

Ich war bei ihr zum Füße machen und sie fragte mich, ob ich wüsste, wo sie einen Strandkorb günstig herbekommt. Ich hatte schon einen anderen Kunden im Hinterkopf, den ich fragen konnte, wo ich denn da Kontakte zu herbekomme.
Ich habe mich mit ihm in Verbindung gesetzt und einen Namen bekommen. Dieser Herr verkauft über die Stadt ausrangierte Strandkörbe, die nicht mehr auf den Deich passen.
Also hab ich meine Dame angerufen und ihr die Kontaktdaten übermittelt. Nach einigen Fehlversuchen rief sie mich wieder an und meinte, dass sie den Herrn nicht zu fassen bekommt. Also habe ich mich wieder vor das Internet gesetzt und erneut versucht den Herrn auf dienstlichem Wege zu finden.
Nach zwei Telefonaten und einem netten Gespräch, rief ich meine Kundin wieder an und gab ich erneut eine Telefonnummer.

Am Abend rief sie mich wieder an und erzählte mir freudestrahlend (DAS konnte man wirklich hören), dass sie den Herren nun erreicht hat und er auch noch Strandkörbe hat ! Ob ich denn einen Anhänger hätte und den Korb mit ihr holen könne... In dem Moment dachte ich mir dann auch, hmmm... das geht über meine berufliche Abrufbarkeit dann doch ziemlich hinaus. Da ich aber auch keinen Anhänger habe und auch keine Anhängerkupplung zur Verfügung steht, konnte ich ihr den Gefallen nicht tun.
Eigentlich dachte ich, dass ich nun mit dem Thema durch bin.

Naja, sie rief dann Freitag Abend kurz nach 21 Uhr wieder an (was mich leicht nerfte) und erzählte mir, dass sie nun endlich jemanden gefunden hat, der mit ihr da hin fahren kann und den Strandkorb mit ihr abolt.
Ich freut mich für sie, denn sie klang so happy !

Wie erwartet rief sie mich dann Montag wieder spät abends an und berichtete mir glücklich, dass sie nun ihren Strandkorb für (günstige) 50 Euro bekommen hat und versprach mir ein "Bonbon" für meine Mühe, wenn ich das nächste Mal bei ihr bin.

Das war nun gestern...

Ich musste natürlich ihren Strandkorb begutachten und hab mich eigentlich mehr über ihre strahlenden Augen gefreut, als über den Strandkorb, aber nunja... SO ein Prachtstück hat nicht jeder im Garten ;)

Zum Schluss bezahlte sie mich für die Arbeit und meinte dann... Ich habe ihnen ja noch ein Bonbon versprochen und legte folgendes auf den Tisch ....






Und ich dachte ... Hmm ... OOOOH ein Bonbon ... Freuen, nicken und lächeln !
Dann meinte sie, ich solle das Bonbon doch gleich auspacken... Und ich dachte mir... hmm... geschmolzenen Blätterkrokant bei 25 Grad im Schatten.... LECKER !

Also packte ich aus und dann kam folgendes zum Vorschein...




Oh man ist die Dame knuffig und sie bekam noch mal fast Tränen in die Augen, als sie dann sah, dass ich mich so gefreut habe, dass ich keine geschmolzene Schokolade essen muss ;)
Ich habe selten eine Frau so strahlend in ihrem Schaukelstuhl gesehen, wie gestern meine Kundin, die sich freute, dass ihre Fußpflege so viel Geduld mit ihr hat und ihr geholfen hat, zu ihrem ersehnten Strandkorb zu kommen... Da geht einem das Herz auf ! Und ich freue mich für sie... !

Und DAS macht meine Arbeit manchmal aus...

Dienstag, 29. Juli 2014

Bienenweide...

Ahoi Peepz !

Was macht man mit einem Stück Land, welches aus eckelhaft hartem Lehmboden besteht, teilweise Beton ähnelt und man weiß, wenn man da Gemüse anpflanzen will, dass man JAAAAHRE braucht, bis man da wirklich was Leckeres ernten könnte und man dann rein zufällig zum Xten Male mitbekommt, dass das Bienensterben immer weiter voran schreitet...
Ganz genau, keine Ahnung.

Bis mich Mutter Natur dann doch noch einmal triggert, indem sie einer Wildbiene zu verstehen gibt, dass unser Terrassentisch doch eine tolle Ecke hat, wo man seine Larve unterbringen könnte.

Kurz zu der Vorgeschichte... wir dachten erst, dass dieses Bienchen einen an der Waffel hat, weil sie an einem belebten Ort eine Wabe bauen will. Als wir das ganze Schauspiel dann ca. 4 Tage beobachtet haben, dachte ich schon, es sei ein normales Bienchen, die eben immer noch nicht alle beisammen hat und habe versucht bei einem Imker Rat zu suchen.
Dithmarschen... mehr brauche ich fast nicht dazu sagen ;)

In Husum (welches in Nordfriesland liegt), habe ich dann einen netten Herren erreicht, ihm das ganze Thema geschildert. Er meinte, dass er vermutet, dass unser Bienchen mit der Klatsche wohl eine Wildbiene zu sein scheint, die EINE Larve legt, dort dann ganz viel Nektar reinstopft und das Ganze dann noch mit Erde oder anderen Materialien zumacht, sodass nächstes Jahr da ein neues Wildbienchen schlüpfen kann.
Er meinte auch, dass wenn das ganze Zinober nicht nach ca. 10 Tagen vorbei ist, dass ich mich dann noch mal melden soll, sodass er schauen kann, was es ist und demnach weiter handeln kann.


Was soll ich sagen, das ganze Spektakel war ziemlich genau zum gesagten Zeitpunkt vorbei, bis ein neues Bienchen kam und die nächste Tischecke besiegelt hat.

Mittlerweile sind alle 4 Ecken "bemannt" und da ist wieder Ruhe eingekehrt.

Ok, das war nun ein bißchen weit ausgeholt, aber nun wisst ihr, WAS mein Trigger war für das Projekt Bienenweide.

Ein Hoch auf Onkel Google, der mir dann auch erklärt hat, dass Bienen, Hummeln und Schmetterlinge ab Mitte Juni/Juli kaum noch was zu fressen finden und es damit super schwer haben, über die Runden zu kommen.
Empfohlen wurde des weiteren (auf einer anderen Seite), dass wenn man ein Stück Land hat und gerne Blümchen leiden mag, dass man sich Blumen pflanzen solle, die ab Juni/Juli bis zum Frost blühen.

Gesagt getan, ich wusste auf einmal, WAS mit dem Lehmboden passieren wird. Nachfolgend seht ihr in Bildern mein Projekt Bienenweide und ich muss sagen, es macht tierisch Spaß zu sehen, wie viel Gewusel da im Blütenmeer beobachtet werden kann....

Vielleicht animiert euch das ja auch und ihr helft den Bienen und Hummeln und Schmetterlingen in Eurer Umgebung ! Ich würde mich freuen !

Es geht los... der Boden muss dann doch mindestens 5cm tief umgegraben und gelockert werden... Das war der größte Mist an der ganzen Sache...





Dann habe ich die Samen (ich gebs ja zu, in unserem hiesigen Baumarkt gab es eine Fertigmischung für eine Bienenweide) mit Muttererde vermischt (damit die Piepmätze mir nicht alle Samen mopsen) und sie dann auf knapp 7x2m Erde verteilt. In der ersten Woche muss gut gewässert werden, sodass die Samen genug Halt finden, sowie schön wachsen können...




Ich hätte nicht gedacht, dass aus der kleinen Tüte Samen, dann doch soooo viel Grün entsteht :)






Und nun die Blütenpracht bis heute ! Dazu möchte ich erwähnen, dass die Blumis hier bis zum Frost blühen sollen! So hoffe ich, dass hier einige Bienchen und Hummeln und Schmetterlinge genug zum Fressen finden !




Wünsche Euch viel Spaß ...
Greetz die Langstrümpige ;)